App Store Optimization (ASO): starke Markenpräsenz in beiden App Stores

Lass Deine App aus der Masse hervorstechen

Der App Markt ist hart umkämpft. Mittlerweile befinden sich ca. zwei Millionen iOS Apps im Apple App Store und ca. 2,5 Millionen Android Apps im Google Play Store. Viele dieser Apps vereinen ähnliche Features bzw. lassen sich ähnlich nutzen. Daher ist es umso wichtiger, aus der schieren Masse von Apps mit der eigenen herauszustechen. Damit Dir das gelingt, hilft Dir die sogenannte App Store Optimization (ASO). Was das ist und wie Du sie erfolgreich für Deine App nutzen kannst, werden wir nun beleuchten.

App Store Optimization (ASO): was genau ist das denn?

Die App Store Optimization verfolgt zwei Hauptziele:

  • Search Traffic Deiner eigenen App erhöhen
  • Conversion steigern

Mit Search Traffic ist gemeint, dass Deine App in beiden App Stores besser auffindbar ist und auf höheren Positionen in den Suchergebnissen gelistet wird. Die Conversion beschreibt die Downloadzahlen. Nutzer, die von Deiner App überzeugt sind, werden sie demzufolge auch auf ihrem Smartphone installieren. Um diese Ziele zu erreichen, vereint die App Store Optimization (ASO) wichtige Schritte, die Du für Deine App vornehmen kannst.

Schritte für die ASO: so wird Deine App zum Erfolg

Bevor wir uns den Schritten zuwenden, ist es gut zu wissen, dass die App Store Optimization (ASO) nur dann erfolgreich ist, wenn Du verstehst, wer Deine Zielgruppe ist und wie gut Du diese kennst. Anhand dieses Wissens kannst Du dann eine entsprechende ASO Strategie mit passenden Keywords aufbauen. Für die ASO bieten Dir sowohl Apple als auch Google mehrere Möglichkeiten. Es gibt zwar ein paar kleine Unterschiede zwischen den beiden großen Konzernen, aber im Grunde funktioniert die App Store Optimization (ASO) bei beiden gleich.

Unterschiede zwischen Apple und Google

Ranking Algorithmus
Der Ranking Algorithmus ist bei Apple anders gestaltet als bei Google. Obwohl Keywords (zu diesen kommen wir gleich) bei beiden wichtig sind, werden sie jedoch anders behandelt. Der Apple App Store bietet Dir ein Feld, um Deine Keywords zu spezifizieren. Zudem macht Dir der App Store auch Vorschläge zu möglichen Keywords, die für Dich relevant sein könnten. Der Google Play Store hingegen arbeitet wie Google selbst. Das heißt, er betrachtet alle Textelemente Deiner App, um die passenden Keywords auszulesen und zu indexieren.

Ranking Faktoren in beiden App Stores

Rankingfaktoren App Store Optimization (AS0)

Keyword Optimierung

Wie finde ich die richtigen Keywords?
Wie bereits angesprochen, bietet Dir nur Apple die Möglichkeit, passende Keywords für Deine App zu finden. Diese Vorschläge kannst Du aber noch verfeinern bzw. anpassen, indem Du diverse Online Tools nutzt, um noch bessere Keywords zu finden. Natürlich kannst Du auch für Deine Android App diese Tools nutzen, um weitere Vorschläge zu erhalten.

Was wir Dir für Apples Keywordfeld empfehlen
Für das Keywordfeld stehen Dir 100 Zeichen zur Verfügung. Dabei solltest Du auf Folgendes achten:

  • Einzelne Keywords verwenden (keine Long Tail Phrases)
  • Keywords mit Kommata trennen (dabei keine Leerzeichen nutzen)
  • Keywords nicht wiederholen, die bereits im App Titel vorhanden sind
  • Singular Form und keinen Plural von Nomen verwenden (spart Dir Zeichen)

Empfehlungen für Keywords für den Google Play Store

  • Einzelne Keywords nutzen
  • Long Tail Keywords oder -phrasen verwenden
  • Mid Tail Keywords oder -phrasen einbauen
  • Keywords max. 3-5 Mal in der langen App Beschreibung unterbringen

App Titel
Der Titel bzw. Name Deiner App ist das erste, was Nutzer bei ihrer Suche im App Store sehen und stellt bei beiden App Stores einen wesentlichen Ranking Faktor dar. Daher ist es wichtig, dass der Name genau das widerspiegelt, wonach Nutzer gesucht haben. Hierfür solltest Du ein passendes Keyword als Titel selbst oder als Teil des gesamten App Namens einfügen. Apple bietet Dir 30 Zeichen für den App Titel und Google 50 Zeichen. Für beide gilt jedoch, dass Du keine Sonderzeichen und keine Kategorie Namen als Keywords im App Titel hinterlegst. Eine Sudoku App z.B. gehört zur Kategorie Spiel und sollte daher nur Sudoku und nicht Sudoku Spiel heißen.

App Beschreibung
Die App Beschreibung soll dem Nutzer einen Eindruck vermitteln, was er mit Deiner App erreichen kann. “Informativ” und “einfach zu verstehen” sind hierbei die beiden Schlüsselwörter. Sie ist dabei an mehreren Stellen in beiden App Stores vorhanden und unterscheidet sich in ihrer Länge. Du findest sie einmal innerhalb der Suchergebnisse als kurze Beschreibung. Sobald Du eine App aus den Suchergebnissen auswählst, gelangst Du zu ihrer Profil Seite im App Store. Dort kann und sollte eine längere Beschreibung hinterlegt werden, um die Motivation für einen Download zu erhöhen. Für beide App Stores kannst Du maximal 4000 Zeichen für die lange Beschreibung verwenden, ebenso können Emojis oder Aufzählungen eingefügt werden.

Keywords in der Beschreibung als Rankingfaktor?
Für den Google Play Store sind sowohl die kurze als auch die lange App Beschreibung die perfekten Orte, um passende Keywords unterzubringen, die dann für die Indexierung verwendet werden. Bei Apple hingegen ist die App Beschreibung nicht so relevant, aber es ist trotzdem ratsam, dass Du eine hinterlegst, um dem Nutzer von Beginn an den Mehrwert Deiner App herauszustellen.

Landesspezifische Keywords
Apple und Google haben landesspezifische Stores, die von Nutzern weltweit aufgerufen werden – abhängig davon, wo sie sich befinden und welche Sprache sie sprechen. Du kannst also Deine Keywords für diese landesspezifischen Stores anpassen. Nutzer aus Italien werden andere Keywords – in ihrer Landessprache verwenden – als Nutzer, die z.B. Englisch sprechen. Damit kannst Du nicht nur das Ranking und die Sichtbarkeit, sondern auch die Downloadzahlen Deiner App beeinflussen.

App in mehreren Sprachversionen
Im Zusammenhang mit den landesspezifischen Keywords und Stores bietet es sich ebenso an, Deine App in mehreren Sprachen aufzubauen. Soll Deine App auch auf dem internationalen Markt gelaunched werden, muss sie entsprechend angepasst werden. Dieser Prozess wird als Localization bezeichnet. Am besten nutzt Du hier Deine “erste” App Fassung, z.B. in Deutsch und erstellst für diese weitere App Sprachen. Dazu kannst Du Deine existierenden Daten wie Keywords, Screenshots und Metadaten, z.B. App Name nutzen und sie einfach in andere Sprachen übertragen. Auch das wirkt sich auf die Sichtbarkeit in beiden App Stores aus und vergrößert damit automatisch Deine Zielgruppe. Zudem wirkt eine App in der eigenen Muttersprache immer vertrauensvoller als eine App Sprache, die der Nutzer normalerweise nicht oder nur selten spricht.

Visuals für App Stores

App Icon

Das App Icon ist für die App Store Optimization (ASO) ein wesentlicher AspektDas App Icon ist neben dem App Namen ebenfalls sehr wichtig und entscheidet darüber, ob Nutzer Deine App interessant genug finden, sie herunterzuladen. Das Icon sollte dabei vier wesentliche Aspekte vereinen:

  1. Einzigartigkeit: es sollte sich von anderen Icons unterscheiden
  2. Wiedererkennung: prägt sich beim Nutzer ein und er weiß sofort, um welche App bzw. welches Unternehmen es sich handelt
  3. Skalierbarkeit: das App Icon sollte auch in unterschiedlichen Größen immer in bester grafischer Qualität vorliegen
  4. Konsistenz: App Icon und Profil sollten einheitlich sein (dies wirkt sich auch positiv auf die Wiedererkennung aus)

Zudem solltest Du für Dein App Icon darauf verzichten, Schrift bzw. Wörter zu verwenden. Eine reine Bildmarke reicht dabei völlig aus.

App Screenshots
Für die ASO (App Store Optimzation) sind App Screenshots unglaublich wichtig

Screenshots Deiner App ermöglichen Dir eine weitere visuelle Präsenz bei Apple und Google und nutzen sich hervorragend, um eine Geschichte zu Deiner App zu erzählen. Mit ihnen soll dem Nutzer klargemacht werden, dass Deine App genau sein Problem löst. Bei Apple kannst Du bis zu zehn Screenshots verwenden, wohingegen Google Dir acht zur Verfügung stellt. Die Screenshots erscheinen in den Suchergebnissen und sind vorrangig im App Profil, sobald der Nutzer eines davon antippt. Die ersteren Screenshots sollen dabei helfen, den Entschluss des Nutzers zu stärken, sich diese App genauer anzusehen. Die Screenshots im App Profil sollen den Nutzer ermutigen, explorativ vorzugehen und mehr über die App zu erfahren.

Promo- oder Preview Video
Auf Deinem App Profil in beiden App Stores kannst Du auch ein kurzes Video zu Deiner App hinterlegen. Das Video sollte zum restlichen Auftritt im Store (App Icon und Screenshots) konsistent sein. Zeige hier am besten zwei bis drei wesentliche Funktionen und den Nutzen Deiner App, aber verzichte auf übertriebene oder zu sehr ablenkende Animationen.

Sonstige Faktoren der App Store Optimization (ASO)

Infos zu neuen Updates in der Beschreibung
Es ist ebenso wichtig, dass Du Updates und Verbesserungen Deiner App in der Beschreibung anlegst. Dies ist z.B. der Fall, wenn Du Deine App aufgrund eines erforderlichen Updates oder Änderung ein weiteres Mal neu in die App Stores einreichst. Bemerkungen zu weiteren Einreichungen bzw. Aktualisierungen Deiner App geben Aufschluss darüber, dass Du Deine App in regelmäßigen Abständen pflegst und wartest.

Anzahl von Downloads und Deinstallationen
Sowohl die Download- als auch die Anzahl der Deinstallationen solltest Du immer im Blick haben, um Verbesserungen oder Änderungen mit der App Store Optimization umzusetzen. Hierzu zählt auch die Anzahl der monatlich aktiven Nutzer Deiner App. Ist diese Zahl gering, kann dies vielerlei Gründe haben, z.B. Unzufriedenheit im Handling der App oder Deine App weist einen Bug auf, den es zu bereinigen gilt.

Quantität und Qualität von App Ratings und Bewertungen
App Ratings (Sternebewertung)
Ratings inform von Sternen kennen wir auch von unseren Einkaufserlebnissen in Online Shops. Momentan bietet nur der Apple App Store ein In-App Rating an. Google wird demnächst nachziehen. Nutzer können also direkt in der App ihre Zufriedenheit kundtun. Hierfür hilft z.B. ein Plugin, welches in die App eingebaut werden kann und die Abfrage vornimmt. Interessant ist hierbei, dass eher unzufriedene Nutzer als zufriedene Nutzer ihr Feedback abgeben (Negativitätseffekt). Um auch von zufriedenen Nutzern eine Antwort zu erhalten, solltest Du in Erfolgsmomenten, z.B. nach Freischalten eines Features, das Rating starten. Innerhalb eines Jahres sollte die Ratingabfrage dreimal jedoch nicht überschreiten.

App Bewertung (geschriebene)
Geschriebene Bewertungen sind ebenfalls ein großer Faktor, um die Conversion Deiner App zu erhöhen. Wie beim Rating solltest Du auch hier die Abfrage einer geschriebenen Bewertung nicht überstrapazieren sowie nach Erfolgsmomenten abfragen. Keinesfalls solltest Du Bewertungen selbst verfassen. Diese sollten unbedingt von Deinen Kunden bzw. Nutzern kommen. Denn schließlich haben Deine Nutzer vielleicht eine völlig andere Sicht auf Deine App und können Dir durch ihre Antwort bei der Optimierung Deiner App helfen.

App Store Optimization (ASO): wichtiger Punkt am Ende

Etwas solltest Du jedoch nicht vergessen: die App Store Optimization (ASO) ist kein einmaliger Prozess. An Deinem Aufritt in beiden App Stores gibt es immer etwas zu verbessern. Natürlich heißt das nicht, dass Du jeden Monat den App Titel oder das Icon ändern sollst. Vielleicht ist aber nach gewisser Zeit eine Optimierung Deiner App Beschreibung und damit die Anpassung Deiner Keywords notwendig. Gleiches gilt z.B. auch für die App Screenshots. Veränderst Du das Design Deiner App, sollten auch Deine Screenshots in beiden App Stores aktualisiert werden.

Quellen
Buildfire: https://buildfire.com/ultimate-guide-to-app-store-optimization/
App Radar: https://appradar.com/academy/what-is-app-store-optimization/
AppAnnie: https://go.appannie.com/rs/071-QED-284/images/1908-App-Store-Optimization-Definitive-Playbook.pdf
TheTool: https://thetool.io/aso-app-store-optimization

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